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Die Sanierung

Kostenschätzung

Kostenschätzungen der Investoren, die lange versuchten, eine Nutzung dem Gebäude zuzuführen, beliefen sich bis zu 4,5 Mill. Euro. Für die Kostenschätzung der Ratskellersanierung fanden wir ein Planungsbüro, welches sich ausschließlich mit denkmalgeschützten Gebäuden befasst. Die professionelle Kostenschätzung belief sich auf 1.471.000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer = 1.750.490 Euro. Das war ein Riesenunterschied zu den Kostenschätzungen der Investoren.

Erste Aktivitäten

Um das Gelände für die Sanierung vorzubereiten, bedurfte es sehr viel Engagement der Vereinsmitglieder. Viel Unkraut, Gestrüpp und kleine Bäume mussten beiseite geräumt werden. Der Efeu an der Westseite, der das Gebäude schon umarmte, wurde mit einem Traktor abgezogen. Baumstümpfe an der Südseite mussten abgefräst werden.

Ausschreibungen

Da eine öffentliche Förderung für die Sanierung beantragt wurde, waren Ausschreibungen im Deutschen Ausschreibungsblatt erforderlich. Dadurch konnten sich Handwerksbetriebe europaweit für die Arbeiten bewerben.

1. Bauabschnitt

Der erste Bauabschnitt beinhaltete die Reparatur, Erneuerung und Stabilisierung des Dachstuhls. Außerdem eine komplett neue Dacheindeckung sowie die Isolierung und Verkleidung mit historischen Ziegeln der Nord- und Süd- und Westseite. An der Ostseite befindet sich eine historische Holzverkleidung, deren Erhalt im zweiten Bauabschnitt vorgesehen wurde.

2. Bauabschnitt

47 (Siebenundvierzig) neue, nach Denkmalschutzvorgaben gestaltete Fenster waren nötig, da die alten morsch, brüchig, und desolat waren. Die Fassade musste gereinigt werden, Fenstlaibungen gefestigt und die gesamte Fläche mit Kalkputz verstrichen.

3. Bauabschnitt

Der weitaus größte Bauabschnitt war der komplette Innenbereich. Decken, Wände, Fußböden, Heizung, Sanitär, Elektro, Tischlerarbeiten, Trockenbau und viele ergänzende Aufgaben standen bevor. Die Koordination durch unser Planungbüro "die bauhütte" klappte hervorragend. Nebenher waren Eigenarbeiten in Form von Entrümpeln, Lehm entsorgen, Säubern, Schornsteinabriss und vieles mehr nötig. Die Vereinsmitglieder halfen hier, damit die Handwerkerarbeiten reibungslos funktionierten.

4. Bauabschnitt

Sicherheit geht vor. Daher musste ein zweiter Fluchtweg geschaffen werden in Form eines Treppenturms. Eine ursprüngliche Planung eines gemauerten Turms wurde auf Grund der hohen Kosten verworfen. Daher ist nun ein Metalltreppenturm mit einem integriertem Aufzug (natürlich mit Rücksprache des Denkmalschutzes) an die Westseite des Ratskellers angebaut. Hier schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Fluchtweg als erforderlichen Brandschutz und die Schaffung einer Barrierefreiheit für einen Zugang bis ins zweite Obergeschoss.

Außengelände

....ist noch in Arbeit....

Die Sanierung des Ratskellers erfolgte in mehreren Bauabschnitten, die von verschiedensten Förderern finanziert wurden. Als letzter Bauabschnitt wurde nun ein Treppenturm mit einem Aufzug angebaut. Damit erfüllen wir die Voraussetzungen des Brandschutzes und der Barrierefreiheit. Dieses letzte Vorhaben investiert in eine nachhaltige Entwicklung und Attraktivität in ländlichen Regionen als Sozial- und Kulturraum. Die Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung soll damit verbessert werden.